|
Checkliste: So kommunizieren Sie Personalabbau
|
Die Situation: Dass Personal abgebaut werden muss, ist heute kein neues Thema mehr. Wenn ein Unternehmen rechtzeitig damit anfängt, hat es die Möglichkeit, dies weitestgehend unter Ausnutzung der natürlichen Fluktuation zu tun.
Nicht selten kommt es aber auch vor, dass Unternehmen zu drastischeren Mitteln greifen und sich bei der Stilllegung ganzer Betriebsteile eines Sozialplans bedienen müssen.
Diese Situationen sind auch für die Führungskräfte oft nur schwer zu verkraften, denn vielfach sind sie von der Maßnahme ja auch selbst betroffen. Trotzdem tragen Führungskräfte in dieser Situation eine besondere Verantwortung, weniger bei der Ausgestaltung des Sozialplans – dieser wird ja meist zwischen der Geschäftsleitung und den Arbeitnehmervertretern ausgehandelt – als vielmehr bei der Umsetzung der Maßnahmen im Betrieb.
Viele Vorgesetzte stehlen sich hier aus der Verantwortung, verweisen auf ihre eigene Ohnmacht oder setzen die erforderlichen Personalmaßnahmen mit einer kaum zu rechtfertigenden Härte um.
Die BESTEN Reden von A–Z-Tipp: Das sollten Sie in derartigen Fällen tun: Zunächst einmal hoffe wir, dass Sie von derartigen Situationen verschont bleiben. Sollten Sie dennoch einmal damit konfrontiert werden, dann beachten Sie folgende Punkte: |
- Unterdrücken Sie in dieser Situation nicht Ihre eigenen Gefühle. Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern auch über Ihre eigenen Sorgen, egal, ob Sie selbst im Betrieb bleiben können oder nicht.
- Nehmen Sie sich Zeit für die Mitarbeitergespräche, informieren Sie offen und versuchen Sie nie, die Situation zu beschönigen – sonst verlieren Sie Ihre Glaubwürdigkeit.
- Zeigen Sie Verständnis für die Emotionen Ihrer Mitarbeiter. Lassen Sie auch Reaktionen zu, die Sie sonst nicht tolerieren würden. Ziehen Sie aber Grenzen, wenn Sie oder andere persönlich beleidigt werden.
- Versuchen Sie, mit Ihren Mitarbeitern zu überlegen, welche Möglichkeiten ihnen diese Situation bietet. Das fällt sicherlich bei älteren Mitarbeitern, die geringe Aussichten haben, wieder in ein abhängiges Arbeitsverhältnis zu gelangen, sehr schwer.
Aber vielleicht gibt es ja die Möglichkeit einer selbstständigen Tätigkeit. Es gibt viele Beispiele dafür, dass Leute auch in anderen Berufen noch im Alter aktiv sind. Das ist auf jeden Fall besser, als zu Hause Trübsal zu blasen.
Die BESTEN Reden von A–Z-Fazit: Versuchen Sie also, dieses Thema sehr vorsichtig und behutsam anzusprechen und den Blick des jeweiligen Mitarbeiters auf die Zukunft zu richten. Klären Sie Fragen, die der Mitarbeiter zur Durchführung des Sozialplans hat oder bieten Sie zumindest Ihre Hilfe dabei an. |
|
Beitrag von: wirtschaftskrise-2009.de |
| gedruckt am: 05.09.2010 |
| |