- Secondhand-Läden
Fast 20 % Wachstum verzeichnet die amerikanische Kette Plato’s Closet in den vergangenen 12 Monaten.
Zum Vergleich: Die Wachstumsrate von neuer Bekleidung liegt im Branchendurchschnitt bei 1 %. Vor allem junge Leute zählen zu den Kunden der Secondhand-Läden.
Plato’s Closet ist ein Franchise-System. Die einmalige Einstiegsgebühr beträgt 20.000 Dollar, die laufende Gebühr liegt bei 3 bis 5 % vom Umsatz.
- Discounter
In der Krise halten Konsumenten ihr Geld zusammen. Davon profitieren die Discounter wie Aldi, Lidl oder Penny. Dieser Markt ist in Deutschland gesättigt. Aber für Discounter außerhalb des Lebensmittelhandels ist die Krise eine Chance.
So macht die US-Kette T.J.Maxx, die Markenkleidung zu reduzierten Preisen anbietet, gute Geschäfte. Ihr Erfolgsgeheimnis: T.J.Maxx bezahlt seine Lieferanten innerhalb von 30 Tagen (Konkurrenten lassen sich mitunter dreimal so lange Zeit). Dadurch wird der Discounter für „klamme“ Hersteller interessant und kann bessere Einkaufspreise durchsetzen.
- IT-Anbieter
Große und schwerfällige Unternehmen wie SAP oder IDS Scheer stellen sich auf schrumpfende Umsätze und Gewinne ein. Doch auch im IT-Bereich gibt es Krisengewinner, weil durch die Nebenwirkungen zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten entstehen:
- Neue Regelungen und staatliche Eingriffe stehen bevor. Und das bedeutet: Umfangreichere Pflichten für die Unternehmen, die diese zum großen Teil aus Kompetenz und Kostengründen an externe Firmen übertragen.
- Die steigende Zahl von Firmenfusionen zieht aufwändige Verschmelzungen von EDV-Strukturen nach sich.
- Auch im IT-Bereich besteht bei vielen Unternehmen Sparbedarf und Sparkapazität.
Außerdem …
Kredite sind immer schwerer zu bekommen. Das treibt Unternehmen zunehmend zu Leasing-Firmen, die Computer, Maschinen und Fahrzeuge verleasen, statt sie zu verkaufen.
Aber: Da sich die Anbieter auf dem Kapitalmarkt refinanzieren, sprich: selbst Geld leihen, steigen die Leasing-Raten.
Fazit der Geschäftsidee: Es gibt stets Verlierer und Gewinner in Krisenzeiten. Auf welcher Seite Sie stehen, hängt davon ab, wie intensiv Sie den Markt beobachten und wie flexibel Sie auf dramatische Veränderungen reagieren. Stellen Sie Ihr Angebot also auf den Prüfstand und passen Sie es den Gegebenheiten Ihrer Zielgruppe an.
Aber Vorsicht: Lassen Sie sich nicht auf Preiskämpfe ein. Bieten Sie lieber Zusatznutzen kostenlos oder kostengünstiger an, statt Preise radikal zu senken. |